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THE TORIES Das Jahr 1965
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Foto: NN - (c)The Tories 1965

Im Laufe des Jahres 1965 war dann das komplette Wochenende Tory-Time: Die Lokale wie das Zillertal in der Weddinger Müllerstraße, das Spandauer und Neuköllner Casaleon, der Top Ten Club in Rudow zogen übers Wochenende genug Teenager und Twens in die Läden, um aus den 2 Mark Eintritt und dem Getränkeverzehr Live-Bands bezahlen zu können.
Die Band leistete sich eine komplette Vox-Anlage, deren Sound zum Fame der Tories nicht unwesentlich beitrug, aber auch zur Verschuldung. Jeder zahlte 50 bis 100 Mark pro Woche ab, alle Tories, auch Ede Winter durch ein neues Ludwig Set, wollten möglichst viele Stunden pro Woche auftreten.
Mittwochs, nach Feierabend, war - wenn kein Auftritt für diesen Tag anlag - Übungsabend im Jugendheim am Haselhorster Sportplatz. Neue Stücke wie "Satisfaction" von den Stones, "No No No No" von den Sorrows wurden dort abgesprochen und eingeübt. Das Abhören der Texte der meist im BFBS oder AFN aufgeschnappten Songs (bzw. von Platten, die Mulle anschleppte), gestaltete sich sehr schwierig. Nur Ede Winter hatte ein Tonbandgerät, was er, wenn Hucky ihn mit dem Lizzy, unserem VW-Bus abholte, in den Übungsraum mitbrachte. So wurde jeder neue Hit, der aus England kam, sofort einstudiert und so schnell wie möglich, am besten am selben Wochenende den Fans vorgespielt.

Die Fans dankten es mit ihrer Treue: Die Tories wurden stets von 40 bis 50 Fans begleitet, wobei der weibliche Fankern bei Wettbewerben mit lautem Kreischen die Stimmung anheizte, sobald die Tories die Bühne betraten.

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